Das Lektorat

Das klassische Lektorat ist der Rundum-Check für den Text. Hier wird alles unter die Lupe genommen: Stil, Ausdruck, Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion. Aber auch die Makro-Struktur eines Textes wird geprüft: Gibt es in der Handlungsführung zu viel oder zu wenig Tempo? Ist die Gestaltung der Figuren stimmig? Passt der Text zur Zielgruppe? 

In wissenschaftlichen Editionen wird darüber hinaus die Zitierweise überprüft und vereinheitlicht bzw. an Verlagsrichtlinien angepasst. In kritischen Textausgaben werden Texte im Satz mit den zugrunde liegenden Originaldrucken (oder gar Handschriften) abgeglichen.  

Auch die (Erst-)Beratung von Autoren gehört dazu. Ich prüfe anhand von Textentwürfen oder ersten Kapiteln, ob die Grundidee verfängt, der Text und die Anlage des gesamten Buches logisch aufgebaut ist.

Bei Übersetzungen aus dem (amerikanischen) Englisch prüfe ich wahlweise “nur” die deutsche Übersetzung auf ihre Sprache und ziehe nur bei Bedarf das Original hinzu (beispielsweise wenn ein Text in Satzstellung und Wortwahl zu eng am Ursprungstext ist). Oder ich lese Originaltext und Übersetzung parallel, um auch jedem Übersetzungsfehler sicher auf die Spur zu kommen. 

Bei Sachbüchern müssen auch Fakten überprüft werden. Stimmen Namen, Adressen, Ansprechpartner, Zahlen und Daten? Sind die Hintergründe sauber recherchiert? Auch diese Aufgaben übernehme ich.

Das Korrektorat

Ein Korrektorat ist ein “Lektorat light”. Hier überprüfe ich lediglich, ob ein Text formal korrekt ist – auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung. Alles weitere bleibt in der Verantwortung des Autors, der Autorin.

Ein Korrektorat kann bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen Sinn haben. In diesen Fällen hat der Autor besondere Sorgfalt auf seinen Text verwendet und kann Wert darauf legen, dass sein fachsprachlicher Text über formalia hinaus nicht angetastet wird.  

Meine Arbeitsweise

Ich lektoriere und korrigiere in pdf-Dateien mit Markierungen und Notizen. In Papierausdrucken arbeite ich mit den gängigen Korrekturzeichen (nach DIN 16 511). Auf Wunsch arbeite ich Änderungen in Word-Dokumenten auch direkt ein (mit der Funktion “Änderungen nachverfolgen”). Existieren alternative Schreibweisen, richte ich mich generell nach den Duden-Empfehlungen – außer, es ist anderes abgesprochen (Schreibweisen gemäß Verlags- oder Redaktionsrichtlinien). Die Kosten richten sich nach dem Aufwand. Grundsätzlich berechne ich mein Honorar pro Normseite (1500 bis 1650 Zeichen inkl. Leerzeichen) oder pro Stunde. Bei nach Quantität und Qualität klar umrissenen Aufträgen erstelle ich Ihnen vorab gerne ein unverbindliches Angebot. 

Für größere Projekte oder für eine erste Texteinschätzung fertige ich auf Wunsch ein Probelektorat an. Dafür benötige ich mehrere Seiten Ihres Textes. Ich gebe Ihnen Rückmeldung zu Qualität und Idee und berate Sie zur Zielgruppe und weiteren Vorgehensweise. Für eine solche Erstberatung berechne ich pauschal 90 Euro.

Alle von mir genannten und angebotenen Preise sind Endpreise (nach §19 UStG von der Umsatzsteuer befreit). Nähere Informationen zur Preisgestaltung im freien Lektorat finden Sie auf der Webseite meines Berufsverbandes (Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e.V. – VFLL).

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